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Die Methode

Feldenkrais


Die Feldenkrais Methode


Bewegung ist die Grundlage menschlichen Handelns. Von Geburt an bewegen wir uns, wir probieren aus und formen so unser Denken und Handeln - wir lernen. Bestimmte erlernte Bewegungen nutzen wir immer wieder und daraus entstehen im Lauf der Jahre praktische und auch für den Alltag nützliche Gewohnheiten. Aber irgendwann geben die meisten Menschen diese Art des Ausprobierens und Weiterlernens auf, denn die erlernten Fähigkeiten haben ein ausreichendes und lebbares Mittelmaß, beruhend auf vielen Gewohnheiten, erreicht.

Gewohnheitsmäßige (und dadurch unbewusste) Bewegungen haben an sich, dass sie meist mit zuviel Anstrengung und Kraftaufwand ausgeübt werden. Und die Folge können unter anderem Verspannungen und Schmerzen des Bewegungsapparates sein. Setzen wir unsere Kraft und Energie dagegen angemessen ein, so ist die Bewegung ausgewogen, anmutig und harmonisch.


Die Feldenkrais-Methode bietet allen Menschen, die nicht mehr in ihren alten Gewohnheiten stecken bleiben wollen, eine Möglichkeit, das in jedem vorhandene Potential (sowohl körperlich, als auch geistig und seelisch) zu entdecken und zu leben. Im Zentrum der Feldenkrais-Methode steht die Erfahrung der Bewegung, das Lernen am eigenen Leib. Bewegung ist ein einfacher und für alle zugänglicher Weg, die eigenen Gewohnheiten bewusster wahrzunehmen und Alternativen zu entwickeln.

Durch Lernen werden die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, die so genannten Synapsen, verändert. Diese Fähigkeit ist zwar in den ersten Lebensjahren am intensivsten, bleibt aber ein Leben lang erhalten. Dies wird mittlerweile umfassend durch Neurophysiologie, Neuropsychologie und Lernforschung belegt. Menschen jeden Alters und in jeder Lebenslage können nachhaltig lernen. Es macht keinen Unterschied, ob jemand alt oder jung, krank oder gesund, behindert oder nicht behindert, Künstler oder Leistungssportler ist - ungenutztes Potenzial gibt es in uns allen.

Die von Dr. Moshé Feldenkrais [1904-1984] in jahrzehntelanger Forschung entwickelte und nach ihm benannte neuromotorische Bewegungslehre basiert auf der natürlichen Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns. Dabei werden Bewegungen als Mittel gewählt, um neue Möglichkeiten im Denken, Handeln und Fühlen zu schaffen, weil sich in unseren täglichen Bewegungsabläufen unser ganzes Selbst widerspiegelt.


Bedingt durch eine schwere Verletzung seines Knies setzte sich Moshé Feldenkrais intensiv mit Bewegungsabläufen und menschlichem Lernverhalten auseinander. Er entdeckte dabei, dass oftmalig wiederholte Bewegungen im Gehirn und im Nervensystem als neue Information gespeichert werden. Dadurch ist es möglich, den Körper umzuprogrammieren und die neu erlernten bzw. wieder entdeckten Bewegungsabläufe ins Alltagsleben zu übernehmen.

Er stellte weiters fest, dass unser Gehirn und unser Nervensystem nur ohne Kraftanstrengung neu programmiert werden können. Daher entwickelte er hauptsächlich langsame und einfache Übungen, bei denen das bewusste Wahrnehmen der Bewegungsabfolge im Vordergrund steht und idealerweise immer nur jene Muskeln aktiv sind, die zur Durchführung der jeweiligen Bewegung von Natur aus vorgesehen sind.

Im Mittelpunkt steht der persönliche Prozess des Lernens, und zwar ohne Wettbewerbsdenken, ohne Beurteilung nach den Kriterien "richtig oder falsch", ohne angestrengtes Hinarbeiten auf ein Ziel, mit Neugierde und Freude an der Entdeckung von Neuem. Mit der Feldenkrais Methode können Körper, Geist und Seele beweglich gehalten werden. Die Feldenkrais Methode ist geeignet für alle Menschen, unabhängig von Alter, Beruf, Vorkenntnissen oder körperlicher Verfassung, die offen und bereit sind, sich auf neue Erfahrungen einzulassen, um ihr verborgenes Potential zu entdecken und zu nutzen!



Zitate von Moshé Feldenkrais:

"Alles Leben ist Bewegung und ohne Bewegung ist Leben nicht möglich."

"Über sich selbst lernen ist ein Geschenk des Lebens und ein lebenslanger Prozess."

"Nur wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst."

"Ein jeder bewegt sich, empfindet, denkt und spricht auf die ihm ganz eigentümliche Weise, dem Bild entsprechend, das er sich im Laufe seines Lebens von sich gebildet hat. Um die Art und Weise seines Tuns zu ändern, muss er das Bild von sich ändern, das er in sich trägt."

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